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Wie leben wir in Thüringen?

Am 9. September 2019 präsentieren wir Ihnen im Rahmen des Fachtags "(Un)Gleiches in Thüringen? 2. Thüringer Sozialstrukturatlas" die aktuellen Daten und Fakten zu den Lebenslagen der Thüringer Bevölkerung.

Der Thüringer Sozialstrukturatlas soll damit allen Akteuren, die sich innerhalb der Sozialpolitik in den Regionen für gleiche Lebensbedingungen in Thüringen einsetzen, ein solides Instrument bieten. Mit interessanten Präsentationen, Diskussionen und Workshops werden Ihnen an diesem Tag die Erkenntnisse nähergebracht. Ihre Anregungen an diesem Tag fließen in unsere weiteren Planungsprozesse ein.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Melden Sie sich jetzt an.

 
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Ablauf

10:00 Uhr | Begrüßung und Eröffnung

Heike Werner

Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

10:30 Uhr | Vortrag: Gleiches und Ungleiches in Thüringen

Prof. Marcel Helbig

Universität Erfurt

11:30 Uhr | Podiumsdiskussion: Disparitäten in den Regionen

Dr. Michael Frehse

Abteilungsleiter im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Prof. Dr. Marcel Helbig

Universität Erfurt und Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Heike Werner

Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

12:30 Uhr | Pause

Mittagsessen

13:30 Uhr | Arbeitsgruppen (Moderation: IKPE)

Wohnen

In der öffentlichen Debatte stellt sich immer mehr heraus, dass die Thematik Wohnen eine herausstechende soziale Frage des 21. Jahrhunderts ist. Für Thüringen ergibt sich eine ambivalente Konstellation bei der Gegenüberstellung der Städte und der ländlich geprägten Landkreise. In den größeren Städten prägen steigende Mieten und soziale Segregation das Bild. Auf der anderen Seite sind die ländlich geprägten Landkreise mit Leerstand und Abriss konfrontiert. Es sollen unterschiedliche Lösungen für die regional-spezifischen Problemlagen vorgestellt und diskutiert werden.

  • Dr. Bernd Hunger (Vorsitzender, Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.)
  • Fabian Böttcher (Institutsleiter, CIMA Institut für Regionalwirtschaft GmbH)

Bildung

Im Kontext von (Un)Gleichheiten in der Bildung und den damit verbundenen individuellen Lebenschancen soll vor dem Hintergrund der Armutsprävention der Schwerpunkt auf zwei Bildungsabschnitte gelegt werden. Die Gestaltung von gerechten Lern- und Lebenschancen für alle Grundschulkinder wird am Beispiel der Stadt Schmalkalden aus kommunaler Sicht aufgezeigt. Der zweite Teil legt das Augenmerk auf den Übergang von Schule in Ausbildung. Auch dieser Übergang sollte sich nahtlos vollziehen, um gleiche Lebenschancen zu ermöglichen und spätere Armutsfolgen zu reduzieren. Es wird anhand des Prozesses im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gezeigt, wie die dort tätigen Akteure ausgehend von der datenbasierten Bedarfsanalyse zur Armutslage die Maßnahme der Jugendberufsagentur abgeleitet und schließlich dieses Jahr ins Leben gerufen haben.

  • Thomas Kaminski (Bürgermeister, Stadt Schmalkalden)
  • Franziska Müller (Jugendberufsagentur des Landkreises Schmalkalden-Meiningen)

Gesundheit

Den Zusammenhang von Armutslagen und gesundheitlichen Risiken belegen inzwischen viele Studien. Wie dem entgegengewirkt werden kann, zeigt ein Verbundprojekt in Nordhausen zwischen dem Jugendamt, dem Jobcenter und der vdek-Landesvertretung Thüringen für die gesetzlichen Krankenkassen. Das Projekt, welches vorgestellt wird, ist ein Ergebnis der Erarbeitung der Armutspräventionsstrategie für den Landkreis Nordhausen. Es geht um Angebote im Gesundheitsbereich für Jugendliche im Leistungsbezug, die in einem Jugendzentrum durchgeführt werden.

  • Sabine Reich (Fachgebietsleiterin Kita und Jugendpflege, Landratsamt Nordhausen)
  • Franziska Jacobs (Projektkoordinatorin, Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) Landesvertretung Thüringen)
  • Karsten Knauer (Teamleiter, Jobcenter Nordhausen)

Familie

Die Familie rückt durch die Wirkungen des demografischen Wandels, durch das tendenzielle Ansteigen von Kinder- und Altersarmut und damit verbundene Herausforderungen in den Mittelpunkt vieler Betrachtungen. In Anbetracht der Konzentration auf das Themenfeld Armut wird in dieser Arbeitsgruppe das Hauptaugenmerk auf den Alleinerziehenden liegen, da diese Gruppe einem besonders hohen Armutsrisiko ausgesetzt ist.

  • Viola Schirneck (Landesvorsitzende, Verband Alleinerziehende Mütter und Väter Landesverband Thüringen e.V.)

Beteiligung

Im städtischen sowie im ländlichen Raum ergeben sich erhebliche sozialräumliche Disparitäten, die einer sozialen und territorialen Integration entgegenwirken. Prof. Dr. Berthold Vogel von der Universität Göttingen forscht als Projektverantwortlicher zu der Frage, in welcher Weise in ökonomisch und demografisch prekären Regionen soziale Infrastrukturen stabilisiert und hergestellt werden können, die gesellschaftlichen Zusammenhalt ermöglichen. Es geht um die Entwicklung eines soziologischen Konzepts „Sozialer Orte“, das auf die aktuellen Herausforderungen reagiert und neue Modi und Formen der Kohäsion schafft. Anhand dieses Konzepts der „Sozialen Orte“ wird in Kombination mit dem ThINKA-Projekt Artern diskutiert, inwiefern Begegnung, Beteiligung und Kommunikation im öffentlichen Raum Regionen verändern können.

  • Prof. Dr. Berthold Vogel (Geschäftsführender Direktor, Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) an der Georg-August-Universität)
  • Gaby Schmidt (ThINKA Artern/Landratsamt Kyffhäuserkreis)
  • Sabine Stolze (ThINKA Artern/Landratsamt Kyffhäuserkreis)

14:30 Uhr | Keynote: Sozialstruktur im Kontext des Thüringen Monitors

Katja Salomo

Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V.

15:00 Uhr | Ausklang

Kaffee und Kuchen

 
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Programm als PDF

Das Programm als PDF-Flyer finden Sie hier zum Download.

Online-Sozialstrukturatlas

Der Thüringer Online-Sozialstrukturatlas (ThOnSA) ist ein öffentlich zugängliches und kostenfrei nutzbares Datenportal für die Berichterstattung im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich. Anhand von aussagekräftigen Indikatoren u. a. zu Bevölkerungs- und Haushaltsstruktur, Bildung, Erwerbsleben, Einkommen und Gesundheitszustand lässt sich unkompliziert ein detaillierter Überblick über die Lebenslagen der Menschen in Thüringen darstellen.

 
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Anmeldung

Datenschutz

Die von Ihnen eingegebenen Daten werden im Zuge Ihrer Anmeldung für die Veranstaltung „(Un)Gleiches in Thüringen? – 2. Thüringer Sozialstrukturatlas“ im TMASGFF gespeichert und verarbeitet. Mit der Anmeldung zur Veranstaltung stimmen Sie der Verarbeitung ihrer Daten, inkl. einer Kontaktaufnahme durch das TMASGFF per E-Mail für Hinweise zur Veranstaltung und ggf. den Versand von Präsentationen zu.

Alle erfassten Daten werden zum 31. Dezember 2024 vom TMASGFF gelöscht. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen wir alle Anmeldedaten der Teilnehmenden für den Fall einer Prüfung vorhalten.

Zusätzlich werden während der Veranstaltung durch das TMASGFF personenbezogene Daten in Form von Foto- und Videoaufnahmen erstellt und verarbeitet. Die Datenverarbeitung erfolgt zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung über die Tätigkeit des TMASGFF. Die Daten werden nach Zweckerfüllung gelöscht.

 
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